Auftakt


Das Geheimnis der Heldenreise

 

 

Am 14. Dezember 1911 pflanzte ein gewisser Roald Engelbregt Gravning Amundsen die norwegische Flagge in den Schnee und reichte seinen 3 Begleitern die Hände.

Alle Gegenstände, die sie dabei hatten, signierte er daraufhin eigenhändig mit dem Wort „Südpol“: die Sextanten, die Schlitten, Kanister.

Amundsen hinterließ einen Brief an der Flagge, und zwar einen für seinen Konkurrenten im Rennen um den Südpol – den Engländer Scott – der (das wissen wir heute) erst in 35 Tagen eintreffen würde, und wenig später vor Gram im ewigen Eis erfror.

Bis zum Ende aller Tage wird sich die Welt an Amundsen erinnern…

Genauso wie wir uns alle für immer an Odysseus, Kolumbus und auch Luke Skywalker erinnern werden. Denn das haben diese Gestalten mit Amundsen gemeinsam: Sie sind Helden. 

Die größten Helden der Welt sind unsterblich geworden.

Und Sie absolvierten alle etwas, was man Heldenreise nennt.

Und alle Heldenreisen sind gleich – sagt zumindest Joseph Campbell.

Joseph Campbell? Nein, den kennt man nicht. Es sei denn man hat Film studiert, oder man arbeitet in Hollywood.

Dieser Campbell hat 1949 einen Klassiker geschrieben, der hieß „Heros in Tausend Gestalten.“

(Ich habe das Buch selber gelesen und ich darf sagen: es ist ein fürchterlich anstrengendes Buch.) 

In diesem Buch jedoch weist Campbell nach, dass alle Geschichten und Sagen und Mythen aller Völker und aller Zeiten immer nach dem gleichen Schema gestrickt sind: Nämlich nach dem Schema der Heldenreise.

Diese „Heldenreise“ folgt einem ganz bestimmten Ablauf.

Dabei ist es egal, ob es sich um die Heldenreise von Gilgamesch handelt, oder um andere antike Helden wie von Osiris, Herkules, Theseus, oder ob es sich um Phantasiefiguren dreht, wie z.B. Filmhelden wie „Winnetou“ oder um Figuren in Sagen („Siegfried“), oder Abenteuerromanen („Robinson Crusoe“).

Immer wenn eine Geschichte überliefert wurde, dann wurde sie nach dem Schema der Heldenreise aufgeschrieben. Das gilt auch für die Passionsgeschichte von Jesus Christus. 

Die Heldenreise ist – und so ungefähr drückt Campbell sich aus – die eine Reise, die seit Jahrtausenden von allen Menschen dieser Welt immer und immer wieder vollzogen wird.

Sie ist zu allererst immer eine innere, psychologische Reise, und nur manchmal auch eine echte Reise (siehe Odysseus, Luke Skywalker, Tim Daugs).

Daher ist die Heldenreise ein universeller Leitfaden fürs Leben. Du wirst Sie überall wieder erkennen.

Das gilt auch fürs Schreiben, fürs Erschaffen von Dingen.

Jeder Mensch der einen kreativen Entstehungsprozess durchläuft, macht gleichzeitig eine innere Heldenreise durch. Achte einmal darauf.

Die Herstellung dieses Making of… folgte „aber selbstverständlich“ ebenso dem Muster der Heldenreise. 

Bevor wir uns jetzt reinstürzen muss ich noch ein paar Sätze zum Thema Held loswerden. Denn schon das Wort „Held“ ist ja in Deutschland immer noch politisch inkorrekt.

Das liegt daran, dass das Heldenkonzept von gewissen Schergen missbraucht wurde. Daher möchte ich ganz deutlich zeigen, was ich nicht meine, wenn ich von Held rede:

 

hart

 

Ein Held ist außerdem niemand, der viel Bizeps hat. Und auch niemand, der moralisch überlegen ist. Und erst recht niemand, der viele Orden an der Uniform trägt.

Auch „Wutbürger“ sind keine Helden – es sei denn, sie sind zu allen Opfern bereit.

Denn ein Held ist genau das: Zu Opfern bereit!

Er ist, wenn es hart auf hart kommt, bereit, alles zu geben: sein Leben, seinen Besitz, seine Gesundheit, sein Ego – wenn er damit etwas erreicht, was größer ist als er selbst, und was seiner Gemeinschaft nutzt.

Der Held muss selbstverständlich nicht einmal ein Krieger sein.

Schauen wir uns mal ein paar Filmhelden an: 

(„Filmheld“ ist ein sehr treffendes Wort; es enthält bereits den entscheidenden Hinweis auf die Heldenreise!)

  •  ein fauler Hippie: „The Big Lebowski“
  •  ein Idiot: „Forrest Gump“
  •  ein Schizophrener: „A Beautiful Mind“
  •  ein Clown: „Das Leben ist schön“
  •  eine Krankenschwester:  „Der englische Patient“
  •  ein totaler Versager: „Zurück in die Zukunft“
  •  ein Sklave: „Gladiator“
  •  ein Kind:  „Der Zauberer von Oz“ (in der DDR bekannt als: „Der Zauberer der Smaragdenstadt“)
  •  ein schlafloser Versicherungsangestellter: „Fight Club“
  •  eine sozial isolierte Einsiedlerin: „Contact“
  •  ein stoppelbärtiger Abenteurer: „Indiana Jones“
  •  ein Ratte: „Ratatouille“ 
  •  ein Monster: „Shrek“
  •  ein Außerirdischer: „E.T.“

 

 Kein Krieger weit und breit zu finden

(okay okay, ich gebe zu: der Gladiator ist nicht gerade friedlich) 

* * *

Aristoteles sagte einmal, dass jede gute Geschichte immer 3 Akte hätte –

  • Die Hauptfigur entscheidet zu handeln
  • Die Hauptfigur handelt
  • Die Hauptfigur bekommt es mit den Konsequenzen ihres Handelns zu tun

– und das stimmt auch so.

 

Doch die Heldenreise ist eine Spur präziser als das gute alte „Stück in 3 Akten“-Prinzip. 

Das Konzept der „Heldenreise“ ist so stark in unseren Genen und so tief in unserem kulturellen Denken (und zwar weltweit!) verankert, dass es fast schon unsichtbar ist. 

Das Konzept ist so universell, dass es für alle und für immer gilt. Und doch kennt es so gut wie niemand beim Namen…

Erst 1949 wurde es entblößt – von Joseph Campbell.

Es dauerte nicht lange, da hatten die großen Studiobosse in Hollywood verstanden, was der wahre Wert dieser Entblößung (lies: Entdeckung) war: 

„Wenn alle Menschen gleich stark auf das Konzept der Heldenreise reagieren, nämlich mit vorhersehbar starken Emotionen, dann sollten wir tunlichst alle unsere Filme in Zukunft nach diesem Konzept aufbauen.“ 

Und das taten sie, und das tun sie noch immer, bis zum heutigen Tag. 

Heute heißen die Helden darum nicht mehr „Achilles“ oder „Magellan“, sondern „Iron Man“ und „James Bond“. 

Campbells größter Fan war übrigens recht bald George Lukas, und den sollte man kennen. 

Lukas hat nämlich „Star Wars“ erfunden und gedreht, und das war lange Zeit der erfolgreichste Film der Welt (die 6 Teile sind weiterhin das umsatzstärkste Filmepos aller Zeiten).

Und er hat in Interviews 1000 mal betont, dass er nichts anderes getan hat, als Campbells Buch Seite für Seite umzusetzen… das Heldenreise-Gerüst also einfach mit frischen Bildern aus einer fernen Galaxie anzureichern.

Voilà.

Das ist schon das ganze „Geheimnis“ von Hollywood.

Ich werde es Dir gleich Schritt für Schritt entschlüsseln. 

(Wie Du siehst, geht es hier im Anfangskapitel nicht um mich oder den Goldrausch – es geht um Das Große Fundament. Das Making of… beginnt im nächsten Kapitel.)

 

Klarstellung

Es gibt Leute, die lehnen Hollywood-Filme blind ab, und würden sich niemals einen Blockbuster ansehen.

Ich darf Dir sagen, die ganzen deutschen Filmschulen sind voll von solchen Leuten; mit Leuten die es besser wissen als Hollywood; die sich überlegen fühlen weil Star Wars ihnen „zu platt“ ist. 

Ich habe erlebt, dass in einem Seminar, bei dem ein amerikanischer Autor die Blaupause zu erfolgreichen Filmen an die Tafel zeichnete am nächsten Tag nur noch ein Student zugegen war: ich.

Ich habe an der Filmschule erlebt, dass Jeffrey Katzenberg, der Chef und Mitgründer DreamWorks (Shrek, Gladiator, American Beauty, James Ryan, Minority Report etc.) in einem großen Kino nur 3 Kilometer von der Filmschule entfernt eine groß angekündigte Präsentation halten würde, und es kamen 12 Studenten. Von 300.

Ich habe erlebt, dass Tom Cruise und Robert Redford die ersten zwei Kinoreihen für uns Studenten reservierten, damit wir bei der Diskussion ihres neuen Streifens näher dran seien – und dann hört man nach der Vorführung des Films Kommentare wie „typischer Hollywood-Scheiß.“ 

Meine Meinung dazu ist: 

Wer sich nicht für Erfolgskino interessiert, der interessiert sich auch nicht für Erfolg…

… und sollte auch bitte niemals davon träumen, wohlhabend zu sein, einflussreiche Kontakte zu haben, oder die Welt zu verändern.

US-Erfolgskino ist keine imperialistische Waffe um Europa zu unterwerfen. 

Es ist einfach nur mega-erfolgreich.

Warum wohl? 

Weil es sich an die Blaupause hält. Weil es die Heldenreise BENUTZT. 

Hier mal ein paar Heldenreise-Filme die jeder kennt, und die Einnahmen dazu:

  • Titanic: 600 Mio. Dollar. (Zwei Helden: Er und Sie)
  • Star Wars IV: 460 Mio. Dollar. (Luke Skywalker ist der Held)
  • Shrek 2: 436 Mio. Dollar. (Der Held? Shrek!!)
  • E.T.: 434 Mio Dollar    (E.T. ist übrigens, na klar, der Held)
  • Spiderman: 432 Mio Dollar (Wer ist wohl der Held?)

Jenseits von Afrika, Gladiator, Der mit dem Wolf tanzt – all das sind Oscar-prämierte Heldenreisen.

Es gibt auch Antihelden-Reisen, wie z.B. „Goodfellas“ oder „Taxi Driver“.

Oder Heldinnen-Reisen, wie „Million Dollar Baby“ – dort geht es um die „Reise“ der Boxerin.

US-Erfolgskino ist viel eher das Vorbild, das die Franzosen kopiert haben, und dann Filme raushauen, die wir hierzulande einfach nicht hinkriegen:

„Amélie“, „Asterix“, „Willkommen bei den Scht’ih“, „Ziemlich beste Freunde“ – alles Heldenreisen. 

Du glaubst mir nicht? 

Meine Entgegnung: „Studiere alle Kapitel, und dann komme wieder hierher und erkenne, dass auch Amélie eine Heldenreise absolviert!“

Denn die Heldenreise ist das verborgene Muster in allen Mythen und Sagen. 

Sie ist das heimliche Werkzeug aller großer Geschichtenerzähler.

Es ist die Reise mit den immergleichen 12 Etappen:

 

 

Wenn du jetzt „enttäuscht“ bist, weil dir das „viel zu einfach“ vorkommt, dann liegt das wohl daran, dass dein grundsätzliches Problem darin besteht, dass du zu viel hinter allem vermutest. 

Es gibt keine Verschwörung irgendwelcher Studiobosse die mit heimlichen Tricks und heimlichen Technologien sich heimlich ins Fäustchen lachen.

Die Wahrheit ist: Alle kochen mit Wasser. Alle klammern sich an das, was irgendwie funktioniert, Hollywood ganz besonders. Deswegen gibt es fast nur noch Teil 2, Teil 3 oder Teil 4 von etwas, aber nichts wirklich Neues. („Stirb langsam 6“ lässt grüßen). 

Wer glaubt, erfolgreiche Leute benutzen total schräge oder „ultra-moderne“ Methoden, der macht sich am Ende nur arm und unglücklich – und grenzt sich aus.   

Ich verspreche dir, diese 12 Schritte sind ein getestetes, extrem wirksames Muster. Es ist älter als die Pyramiden von Gizeh.

Natürlich kommt es dir JETZT bekannt vor – frappierende Überraschungen waren bei den Schritten sicherlich nicht dabei.

Doch sei auf der Hut !

Unterschätze niemals die Kraft eines einfachen Konzepts! 

Im Gegenteil. Versuche einmal dieses Konzept zu nutzen und umzusetzen, und Du wirst sehen, dass das alles anders als trivial ist…

(Es ist ungefähr so einfach und so schwierig wie jeden Tag 100 Liegestütze zu machen – ein anderes bekanntes Erfolgsrezept, das leider nur höchst selten zur Anwendung kommt.) 

Das Konzept der Heldenreise ist ein weiches, aber unerbittliches Konzept.

Man kann es formen, dehnen, es ist flexibel und ausdeutungsfähig – jedoch kein Korsett, und kein Malen nach Zahlen. 

Eins kann man jedoch nicht tun: Man kann dieses Konzept nicht ignorieren. 

Denn wenn du es tust, dann wird es dich beherrschen.

Es ist Wissen, das nur wenige Eingeweihte wirklich gut kennen.

 

Kommen wir zum zweiten wichtigen Punkt.

Eine Heldenreise besteht nicht nur aus den 12 Schritten. Es gibt noch eine zweite Eigenschaft von Heldenreisen: Sie weisen immer das gleiche „Personal“ auf. 

Soviel vorweg: Beim Personal handelt es sich sehr oft um Archetypen. 

„Archetypen“ sind Urbilder, Urmuster – also erneut etwas, das jeder Mensch versteht.

 Vater, Mutter, die alte Weise Frau, die böse Stiefmutter – all das sind Urbilder, mit denen wir etwas anfangen können.  

Die Filmindustrie hat 6 Archetypen herausgearbeitet, die quasi immer zusammen mit dem Helden in einem großen Film auftauchen:

  • Ratgeber („Führer“)
  • Bote
  • Schwellenhüter
  • Schatten
  • Gestaltwandler
  • Trickser 

Auf diese Figuren treffen wir immer. Aber es sind längst nicht alle Figuren einer Heldenreise… es sind aber die dramaturgischen Grundpfeiler – sie sind FUNKTIONEN.

Oft kann eine Filmfigur sogar mehrere Funktionen in sich vereinigen – wie z.B. „Superman“: der ist Held und Gestaltwandler zugleich.  

Ich gebe dir ein paar Beispiele:

Ein Ratgeber steht dem Helden beratend und beschützend zur Seite. Folgende Ratgeber kennst du ganz sicher: Gandalf in Herr der Ringe, Obi-Wan Kenobi & Yoda in Star Wars, oder der T1000 in Terminator II.

Oft sind die Ratgeber nicht ganz so schillernd oder berühmt. Wie zum Beispiel das „Orakel“ in Matrix – eine kleine Nebenrolle.

Ein Bote überbringt dem Helden den Ruf des Abenteuers, und damit die Welt des Helden in Ungleichgewicht. In Matrix ist das natürlich Morpheus. In Star Wars ist es das Hologramm von Prinzessin Leia.

Morpheus ist insofern ein ganz besonderer Bote, weil er auch irgendwie gleichzeitig ein Ratgeber ist, und nicht nur wie üblich kurz zu Beginn des Film das Abenteuer verkündet, sondern am Abenteuer selber mit teilnimmt.

Ein Schwellenhüter ist ein meist grimmiges Wesen, dass den Helden bremst, wenn dieser die „Anders-Welt“ betreten will. Petrus wäre das bekannteste Beispiel – er bewacht die Himmelspforte.

Der Höllenhund Zerberus bewacht hingegen die Pforte in der Unterwelt. Und Charon, der Fährmann, bewacht den Fluss der Toten, und setzt nur über, wenn man ihn bezahlt.

Schwellenhüter lassen sich nämlich oft bestechen bzw. erweichen – aber nur wenn der Held es drauf anlegt – und das sollte er auch! So lassen ihn auch die grimmigsten Türsteher durch…

Eine Schwelle kann aber auch an sich so stark sein, dass es keinen Hüter braucht. Eine eiserne Safe-Tür ist so ein Beispiel. Wenn man sie öffnen könnte, würde man die Welt des Reichtums betreten, richtig?

Ein Höhleneingang mit alten toten Schädeln am Eingang hat dieselbe Kraft. Wer will da schon rein!

Ein Gestaltwandler ist nicht das, was er zu sein scheint – im guten wie im bösen Sinne – denn er kann sich quasi blitzschnell in eine andere Person „verwandeln“, hat also mindestens zwei Gesichter und sorgt damit für Überraschungen.

Im bösen Sinne hätten wir da den quecksilbernen Tötungsroboter „T2“ in Terminator II, oder den netten Star Wars-„Kanzler“, der sich als fieser hässlicher Imperator entpuppt.

Auch die heißen „Bond Girls“ arbeiten regelmäßig für den feindlichen Auftraggeber und halten James Bond irgendwann kaltblütig die Knarre unter die Nase.

Und dass Dr. Jekyll leider zu Mr. Hyde wird, lässt auch nichts Gutes erahnen. Ähnliches bei Werwölfen…

Bei Superman ist es wie gesagt anders. In ihm steckt der positive Gestaltwandler – genauso wie im Froschkönig, der an die Wand geworfen wird. Und natürlich auch in „Odo“ von Deep Space Nine.

Der Trickser ist für Aufruhr und Chaos verantwortlich. Er ist weder gut noch schlecht. Er tritt z.B. als „Tyler Durden“ in Fight Club in Erscheinung. Oder als „Joker“ in Batman. Oder als Han „Solo“ in Star Wars. Oder als „Loki“ in Thor.

Manchmal hilft er dem Helden (Han Solo), manchmal kämpft er gegen den Helden (Joker), meist macht er sein eigenes Ding (Fight Club).

Bleibt noch der Schatten. Der Schatten ist der große Gegenspieler des Helden. Er repräsentiert die verdrängten Anteile des Helden, die finstere Seite, die finsteren Lüste. Er regiert die Nachtseite.

Je stärker der Schatten desto besser der Film. Er ist nicht unbedingt der Feind des Helden, und er hasst ihn auch nicht. Oft verstehen sich Held und Schatten nur allzu gut.

In Matrix heißt der Schatten „Agent Smith“, und er ist nur in der „Anders-Welt“ (in der Matrix) zu Hause. In Star Wars ist Darth Vader der Schatten. In Herr der Ringe wird der Mega-Schatten „Sauron“ oft vertreten vom bösen Zauberer „Saruman“.

Und in Gladiator ist der Schatten ohne Probleme als Kaiser „Commodus“ zu identifizieren.  

Der Joker in Batman ist sogar Schatten und Trickser zugleich. Genauso wie der T2 gleichzeitig Schatten und Gestaltwandler ist.

Zusätzlich zu diesen 7 Archetypen gibt es noch die typischen Freunde & Feinde des Helden, Alliierte & Gauner und jede Menge „Statisten.“

Sie alle wirken bei einer Heldenreise mit. 

 

Du siehst, da ist ganz schön was geboten! 

Wie gesagt, mehr dazu später. Wann immer „Tim, der Held“ auf einen Archetypen trifft, werde ich davon erzählen.

Tim

 

PS: Mein Projekt „Marketing Goldrausch“ war nicht als Heldenreise geplant.  

 (Man kann eine Heldenreise nicht planen, denn sie verläuft innerlich und ist mit vielen Gefühlen verbunden. Und den Menschen zeige mir mal, der den Ablauf seiner Gefühle planen kann.

Niemand zieht los um ein Held zu werden. Man weiß sowieso vorher nie, was passiert.

Erst im Rückblick wird einem klar, dass man gerade eine Heldenreise zurückgelegt hat. WÄHREND der Reise hat man ganz andere Sorgen…

Und doch ist auch der Goldrausch eine Heldenreise geworden, eine höchst persönliche Geschichte mit 12 Etappen, die an ganz bestimmten Orten zu ganz bestimmten Zeiten stattfanden. 

So universell das Prinzip der Heldenreise auch sein mag – sie braucht (um zu leben) konkrete Gesichter und Dramen, kurz: echtes Fleisch und Blut, damit sie leben kann.

Du weißt ja: Je persönlicher eine Geschichte ist, desto allgemeingültiger sind die Lehren, die man daraus ziehen kann. 

Fangen wir an mit der ersten Etappe?

 

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