Der 11. Schritt


Die Wiedergeburt


Baby,

endlich darf ich über Auferstehung reden.

Mein Güte, habe ich mich auf dieses Kapitel gefreut!

Doch ich beginne zunächst mit ein paar Anmerkungen zum Thema Webvideo.

Webvideo kann ganz einfach sein, oder sehr kompliziert.

Es kommt drauf an was man will.

Ich wollte:

  • Totale Kontrolle über meine Webvideos (sie sollen „diebstahlsicher“ sein)
  • Statistiken über meine Zuschauer
  • HTML5-fähige Videos (HTML 5 ist der neue Internetstandard für Browser)
  • Webvideos die man auf dem iPhone, iPad, Android, jedem PC, auf Linux und Apple gleichermaßen abspielen kann (kein Flash-Quatsch)
  • Webvideos die so komprimiert sind, dass sie auch bei schwachen DSL-Leitungen ankommen und trotzdem einigermaßen gut aussehen
  • Eigenes Video-Player-Design

Weil ich das alles wollte konnte ich nicht zu YoutubeTM  gehen. 

Jeder kann seine Video gratis bei Youtube lagern und sie sogar vor der Allgemeinheit verstecken („private Videos“) und den Videocode dann auf seine Webseite einbinden.

Doch genau das wollte ich nicht. Ich gebe Youtube ganz bestimmt nicht die Gebrauchsrechte für meine Videos. Ich will ganz bestimmt kein Youtube-Logo auf meinen teuren Videos. Und ganz bestimmt keinen Link der sagt: „Schau dieses Video auf Youtube an“ (denn dann verlassen die Zuschauer meine Webseite, und das wäre Selbstmord).

Youtube komprimiert zwar super und kann auch HTML5, doch jeder Mensch der Welt kann dann auch meinen Youtube-Code klauen und bei sich auf die Webseite legen…

Also nahm ich die professionelle Variante:

  • Ich kaufte mir das Programm „Compressor“ für Apple. Es versteht sich blendend mit „Final Cut Pro X“ und komprimiert alles was ich will … in jedes Datenformat was ich will.
  • Ich komprimierte also meine fertigen MOV-Dateien sämtlich zu „Video Podcasting“ (also MV4)-Dateien. Dadurch wurden sie von z.B. 2 Gigabyte auf nur noch 60 MB komprimiert.
  • Dann lud ich diese MV4-Videopodcasts auf meinen Amazon-Server. Amazon besitzt nämlich neben seinem Online-Shop auch noch verschiedene (geile) Webdienste. Einer davon heißt „Amazon S3“, und es ist wie eine riesige, billige, doppelt und dreifach gesicherte Festplatte im Netz (oder wie man heute sagt: in der „Wolke“).

Auf deutsch: Meine ganzen Videos liegen bunt verteilt auf Amazons Serverfarmen rund um den Erdball.

  • Jetzt brauchte ich noch einen Video-Player, also ein Programm, dass auf die Amazon-Server zugreift, und diese auf meiner Webseite abspielt.

Dieses Programm fand ich bei Easy S3 – dort wird ein monatlicher Beitrag (20 Dollar) fällig. Ich verbinde also den EZS3-Player mit dem Amazon-Server und heraus kommt ein Code, den ich auf meine Webseite lege, und der nur auf meiner Webseite funktioniert, nirgendwo sonst!

Auch stellt mir Easy S3 viele Video-Player-Designs kostenlos zur Verfügung.

Vorteil: Die Amazon-Server sind superschnell, und die Videos stocken nie. Die Amazon-Server sind auch billig. Ich zahle für Hosting und Streaming monatlich im Schnitt 100 Euro. Würde ich die 50 Gigabyte Video-Traffic bei meinem normalen Hoster buchen wäre das viel teurer (und langsamer). 

Mehr Wissen kann und möchte ich an dieser Stelle nicht teilen. Webvideo-Technik ist ein großes Thema für sich, und wer da mehr wissen will, sollte sich einen entsprechenden Kurs bei einem Experten buchen.

Es lohnt sich. Video ist modern, attraktiv, fördert das Vertrauen und macht Spaß.

Da ich selbst jedoch Video-Streaming bereits seit Jahren nutze war das Einbinden der Webvideo-Codes auf meinen Webseite ein Kinderspiel.

Als die Videos alle konvertiert, komprimiert, hochgeladen, mit Playern versehen und auf meine Seite gelegt wurden, musste ich diese Seiten nur noch mit Passwörtern schützen – aber das war ja mit WordPress überhaupt kein Problem.

Das jeweilige Passwort würde ich einfach per E-Mail verschicken, genau wie den Link zum nächsten Video.

Auch das Anlegen von obligatorischen Unterseiten wie „Impressum“, „AGB“, „Datenschutz“ etc. habe ich inzwischen so oft gemacht, dass ich keine Sekunde damit verlor, mir darüber mehr Gedanken zu machen als nötig.

Etwas mehr Arbeit machte das Anlegen des E-Mail-Autoresponders. 

Man muss ja eine ganze Serie von E-Mails vorbereiten, die dann automatisch Tag für Tag verschickt werden (nichts anderes bedeutet „Autoresponder“).

Diese E-Mails sollen natürlich möglichst verführerisch sein. Es waren immerhin 17 Emails, und jede Email sollte ein schickes Vorschau-Bild beinhalten, Link zum Video, Passwort, Text etc.

Mit der Programmierung einer Autoresponder-Serie kann man einen ganzen Tag verbringen, verdammt noch mal. (Schon wieder ein ganzer Tag weg! Und Google hatte mich immer noch am Schlafittchen!)

Doch ohne Autoresponder arbeite ich nicht. Ohne fertige Serien-E-Mails schalte ich keine Webseite mehr live.

Ein Autoresponder ist einer der vier Bausteine, den jedes Online-Business braucht.

Hier die vier Bausteine – sie genügen um JEDES Business zu starten.

Es sind NUR VIER.

  1. Webseite: gute Domain wählen, saubere WordPress-Installation, einzigartige Inhalte
  2. Autoresponder: ein E-Mail-Verteiler mit vorprogrammierten Email-Serien oder aktuellen Rundmails
  3. PayPal-Knopf: ohne Bezahlmöglichkeit kommt kein Cash rein
  4. Klickwerbung: wer keine Besucher kauft, hat das Internet nicht verstanden

 

Alle diese vier Bausteine solltest du (oder dein Mitarbeiter) blind aus dem Effeff beherrschen. Wenn du irgendwann Profi bist, kannst du innerhalb von 3 Tagen ein komplettes, neues Web-Business auf die Beine stellen – FALLS du ein fertiges, digitales Produkt hast, und auch die Texte für deine Webseite bereits geschrieben sind. 

Ich beherrsche alle vier Bausteine inzwischen so gut, dass es mich schon langweilt.

  • Mein Autoresponder war seit Beginn Aweber, bis ich 2014 zu diesem sehr überzeugenden Anbieter gewechselt bin. Ein Autoresponder kostet etwas Geld. Wenn du dieses Geld nicht ausgeben willst, möchte ich dich gerne bitten, dass du dir jetzt gleich eine Kugel in den Kopf schießt. Es kommt aufs Gleiche raus.
  • Meine Webseiten baue ich nur noch mit WordPress. Wegen Design, wegen Einfachheit, wegen der Plugin-Vielfalt, wegen der tollen Platzierungen in den Suchmaschinen. WordPress kostet nichts. Meine Inhalte mache/schreibe ich immer selber.
  • Paypal nimmt die wenigsten Gebühren, und kann von meiner Oma bedient werden. Jeder Online-Kunde kann mit Paypal bezahlen. Paypal kostet nichts. Wer eine professionellere Lösung sucht (mit Rechnungsgenerierung, und Integration mit Autorespondern), holt sich diese Lösung.
  • Als Klickwerbung gibt es neben Google Adwords (noch) keinen anderen Gott. Wer nur Suchmaschinenoptimierung (SEO) macht, der spielt mit seinem Leben. Wer keine SEO macht, der spielt mit dem Tod. Ein schwieriges Thema.

 

Ich erinnere mich noch, wie ich auf einem Hügel im Silicon Valley saß, und auf Google herabblickte. Ich drehte sogar ein Google-Kommentar-Video, in dem ich meine Misere andeutete, aber das Teil war so vom Wind zerfressen, dass ich es nicht für die Videoserie benutzte. Wenn du Lust hast, kannst du’s dir gleich jetzt angucken…

Dann stieg ich den Hügel hinab, und pirschte mich in die Höhle des Löwen hinein – auf den „Google Campus.“

Anders als bei Apple gab es keine Security-Leute. Sondern nur nette Menschen. Und als ich beim Pförtner in der „Google-Mensa“ fragte, ob ich filmen dürfe, hat er gelächelt und verneint. 

Google kam mir damals spontan vor wie eine Firma, bei der man sofort arbeiten möchte…

Zwei Monate später saß ich nachts vor dem Bildschirm und lud mir für 37 Euro eine PDF aus dem Internet, in der haarklein erklärt wurde, wie man sein Adwords-Konto zurückbekommen würde.

Ich studierte die PDF und setzt die Schritte um.

(Äh, nein, ich werde hier nicht erklären, was ich im Einzelnen gemacht habe, auch das bleibt mein Geheimnis.)

Nur soviel: Ich löschte meine Subliminals-Seite, und baute anstelle dessen eine reine Info-Seite. Danach kontaktierte ich Google, und bat um erneute Prüfung.

 Ich hatte die Schlacht endgültig verloren. 

Und dadurch gewann ich sie…

Denn Google sagte plötzlich (endlich):

 

AW-wieder-aktiv 

Und mein Konto wurde wieder freigeschaltet.

Ein krasses, echtes, fantastisches Wunder war das.

 

1984 

Ich habe am 25. Juni Geburtstag. 

Am 25. Juni hat auch ein gewisser George Orwell Geburtstag.  

Orwell schrieb den großen Roman-Utopie-Klassiker „1984.“

(Im Jahr 1984 machte Apple eine TV-Werbung mit dem Slogan „1984 ist nicht wie 1984…“)

In dem Roman gibt es den sogenannten Großen Bruder. Dieser „Big Brother“ überwacht alle Menschen, und unterdrückt abweichlerisches Denken.

Die Hauptfigur von „1984“, Winston Smith, ist natürlich ein Abweichler, und natürlich wird er geschnappt. Am Ende des Buches wird er gefoltert, mit dem Ziel, der Abweichler zu einem treuen Genossen wird.

Es klappte. Winston wurde umgedreht.

Der letzte Satz des Buches lautet:

„Winston liebte den großen Bruder.“

 

Mein letzter Satz nach der lange Durststrecke könnte lauten. 

„Tim liebte Google wie nie zuvor.“

Nachdem ich nämlich endlich verstanden hatte, dass ICH der Böse war, der sich zu bessern hatte, klärte sich mein Blick!

Und ich meine das nicht ironisch. 

Bis heute bin ich dankbar für Googles harte Lektion.

Ich bin ein entspannterer Mensch und Verkäufer geworden, seitdem ich klar und deutlich auf meinen Webseiten herausarbeiten muss, dass sich meine Produkte für den einen oder anderen Kunden (oder alle Kunden) möglicherweise als totaler Murks herausstellen.

Denn das stimmt sogar. 

Manche Kunden sollten besser nicht bei mir kaufen…

Thank you so very much, dear Google!

1000 Tonnen Last fielen mit großem Jubelgepolter von mir ab.

Ich fühlte mich wie…. wie… – na? 

 

WIE NEUGEBOREN!

 

Etappe 11 – Die Wiedergeburt

Die Gegenmächte holen zum letzten Schlag aus. 

Alles steht noch einmal auf dem Spiel. 

Hat der Held seine Lektion gelernt?

Showdown!

 

Das größte Opfer, das ein Mensch jemals erbringen kann, ist das eigene Leben herzugeben.

Es ist das absurdeste, unlogischste, „dümmste“ und zugleich mutigste Opfer.

Die meisten Menschen schrecken vor dem Opfern des eigenen Lebens (selbst für höhere Zwecke) zurück.

Sie sagen: 

  • „Wer garantiert mir denn, dass ich damit etwas erreiche?“
  • „Was habe ich denn davon, mich zu opfern? Ich kann doch die Früchte meines Opfers gar nicht genießen!
  • „Würde jemand anders sich für mich opfern? Warum soll ich mich für andere opfern?“

 

Wenn ein Held solche Fragen stellt, dann hat er auf seiner Reise nichts dazugelernt. 

Ein Held, der solche Fragen stellt, ist kein Held.

Denn ein Held ahnt intuitiv, dass das Ende seines Lebens noch lange nicht das Ende ist…

Und falls es doch das Ende sein sollte, dann soll es eben so sein, denn der Held kann und will so nicht weiterleben. Er MUSS bis zum Ende gehen, weil sonst die Welt (seine Welt) untergeht…

 

Das Leben nach dem Tod

Die Überwindung der letzten Schwelle ist die größte Hoffnung der Menschheit – der Tod ist und bleibt das größte Mysterium der Welt. 

Was passiert nach dem Tod? Passiert denn wirklich was? Und wenn ja, ist es erfreulich?

Mit diesen Fragen ärgern wir Menschen uns seit Urzeiten herum. 

Und die Antworten sind vielfältig. Sie haben jedoch eine Gemeinsamkeit: Der Tod ist nicht das Ende, sondern eine Transformation – jedenfalls sagen uns das die Religionen, Sagen, Mythen und Traditionen.

Die Schulwissenschaft (und mein Vater) sagt: „Äh, nein. Da kommt nix danach.“

Und irgend so ein australischer Milliardär sagte nach seiner Nahtod-Erfahrung: „Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht: Die Gute: Es gibt keine Hölle. Die Schlechte: Es gibt auch nichts anderes.“

Ich persönlich tendiere dazu, auf das Nichts zu wetten, aber auf des Beste zu hoffen. 

So oder so: Der Tod ist die größtmögliche Transformation eines Lebewesens. Er ist das Zielpunkt jeden Lebens. 

Nur der Tod gibt dem Leben Sinn. Er begrenzt unsere Zeit. Und nur der Tod lässt das Leben so wertvoll und einmalig erscheinen.

Dieses „Loblied für den Tod“ vermag nicht jeder fröhlich mitzusingen, auch nicht jeder Held.

Dennoch hat ein Held an diesem späten und dramatischen Punkt seiner langen Reise oft keine andere Wahl mehr, als sich dem Tod zu stellen, und darauf zu vertrauen, dass alles gut wird.

Dieses Vertrauen (Gott-Vertrauen, Ur-Vertrauen, Selbst-Vertrauen) unterscheidet einen Helden von jedem anderen Menschen der Welt.

Und daher passiert es dem Helden, dass er nun stirbt.

 

Aus!

 

Und dann passiert das Wunder.

Der Held lebt weiter, kommt zurück, er wird wieder geboren, er durchlebt eine Auferstehung.

Der berühmteste aller auferstandenen Helden ist Jesus Christus. Natürlich durchlebte er auch seine Heldenreise. 

Jesus ergriff das Schwert, indem er sich verurteilen ließ, da er nicht widerrief (der Gotteslästerungs-Prozess war die „Höchste Prüfung“ für ihn). Natürlich spielte sich die Höchste Prüfung in der „Höhle des Löwen“ ab – in Jerusalem – zu der er erstmal vordringen musste (durch seine Wanderungen, auf denen er Wunder vollbrachte) etc. etc.

Jesus‘ Rückkehr in seine Heimat (der Himmel) war wirklich nicht einfach: er wurde gepeitscht, gepeinigt, gekreuzigt. 

Dann starb er am Kreuz, und wurde in eine Grabeshöhle geschafft. 

Dort gelang ihm eine „magische Flucht“ – denn sein Grab war leer. 

Ein paar Wochen später wandelte Jesus wieder auf Erden – auferstanden – als „Herr beider Welten“, dir irdischen, und der jenseitigen Welt (oder aus seiner Sicht: der normalen Welt und der Anders-Welt, wobei die Anders-Welt die unsere ist). Immer also, wenn ein „Totgeglaubter“ so ziemlich „aus dem Nichts“ auftaucht, dann sprechen wir von einer Auferstehung… 

Schauen wir uns mal ein paar Filmhelden an, die ein ähnliches Wiederbelebungs-Erlebnis hatten.

 

Die Liste ist endlos.

Kaum ein großer Hollywoodfilm lässt sich die Chance entgehen, mit dem schönsten und tiefsten aller Mysterien zu spielen – dem Leben nach dem „Tod“. 

Mission Impossible III: Tom Cruise alias Ethan Hunt lässt sich nach einer langen Verfolgungsjagd per Stromschock von seiner Freundin töten, damit er eine Bombe in seinem Kopf kurzschließt (süße Idee). Die Freundin belebt ihn danach wieder – denn sie ist Krankenschwester und kennt sich mit Mund-zu-Mundbeatmung aus.

Ethan ist danach endlich in beiden Welten angekommen (er ist „zu Hause“): seiner privaten Welt (Liebe) und der beruflichen (Anders-)Welt („Geheimdienst“).

The Game: Michael Douglas alias Nicholas van Orten erschießt nach einer langen Verfolgungsjagd aus Versehen seinen Bruder und ist dermaßen geschockt davon, dass er vom Hochhause kippt. Er stürzt 100 Meter tief. Natürlich ist er so gut wie tot.

Aber er prallt nicht auf dem Asphalt auf, sondern in einem großen Luftkissen, das auf ihn wartete und ihn „rettet“. Auf dem Luftkissen prangt ein großen Kreuz, nach dem Motto: „Bitte genau hier landen, danke. Leben Sie jetzt Ihr neues Leben.“  

Matrix: Keanu Reeves alias Neo wurde nach einer langen Verfolgungsjagd von Agent Smith erschossen. Sein virtueller und sein echter Körper sind tot. Die Herzkurve ist flach. Trinity, die ihn liebt, küsst ihn.

Die Liebe erweckt Neo wieder zum Leben. Danach ist Neo allmächtig und kann von Agent Smith nicht mehr besiegt werden. Neo ist Herr beider Welten (der echten, vor allem aber auch der virtuellen).

Gladiator: Russel Crowe alias Maximus stirbt in der Arena durch einen fiesen Messerstich des Imperators. Man sieht wie Er stirbt – und dabei lächelt. Denn er sieht seine Frau, sein Haus in Spanien, sein Kind, die Getreidefelder, die Pforte (die zum ewigen Leben).

Als er stirbt, wird er zum Herrn beider Welten: in der realen hatte er soeben den Kaiser getötet und Rom befreit, in der jenseitigen Welt ist er mit seiner Frau vereint und glücklich. 

Ähnliches passiert mit Leonardo di Caprio alias Jack in Titanic: Er versinkt nach der längsten Verfolgungsjagd der Filmgeschichte (die Titanic sinkt während einer ganzen Stunde!) im Eiswasser, nur um dann in der Erinnerung der alten Dame wieder zum Leben zu erwachen… zum wahren Leben, denn in der Erinnerung ist alles perfekt… 

Star Wars IV: Hier lässt sich Obi-Wan von Darth Vader per Laserschwert töten, um später als Geist zurückzukehren.

Star Wars VI: Hier stirbt Darth Vader durch die Blitze des Imperators, um am Ende des Films als Geist mit seinem Sohn Hand in Hand zu stehen. 

Star Wars III: Anakin Skywalker liegt ohne Arme und Beine verstümmelt da. Der Imperator wiederbelebt ihn und macht aus ihm den gefürchteten Darth Vader.

Fight Club: In der vorletzten Szene schießt sich Edward Norton alias der Mann ohne Namen eine Kugel in den Mund (der Protagonist hat wirklich keinen Namen in dem Film! Er sagt aber wirre Dinge wie „Ich bin Jacks lachende Leber“ – du erinnerst dich?).

Damit killt er seinen Mega-Schatten Brad Pitt alias Tyler Durden – also einen wichtigen Teil von sich selbst. Erst dann ist er von seinem Wahnsinn befreit. Die Türme explodieren trotzdem… das sollte offenbar ein „Happy End“ sein (war es auch – bis zum 11. September). 

E.T.: Der Außerirdische stirbt in diesem Film! Nur durch die Rückkehr seines Raumschiffs wird er wieder zum Leben erweckt… (Elliot entführt zunächst E.T.’s Leichnam, und dann kommt es zur Verfolgungsjagd, mitsamt magischer Flucht des Fahrrads durch den Himmel…)

Avatar: Hier entledigt sich am Ende des Films die Hauptfigur seines gelähmten Körpers und geht durch das „neuronale Netzwerk“ vollends über in den blauen Körper eines Na’vi. 

Terminator II: Hier opfert sich Arnold Schwarzenegger alias T1000 am Ende nach einer schier ewigen Verfolgungsjagd, indem er sich einschmilzt. Nur so ist sichergestellt, dass die Zukunft Sinn ergibt, und er überhaupt in die Vergangenheit zurückkehren konnte (ja, du hast richtig gelesen!).

Pulp Fiction: Weil hier der Film anders geschnitten wurde als gewöhnlich (verschachtelt), kommt es schon am Anfang des Films zur Wiederauferstehung – als ein Gangster auf Vincent und Jules ballert, aber wie durch ein Wunder nichts passiert.

Held Jules beginnt darauf hin ein neues Leben. Held Vincent kommt später um. Heldin Mia Wallace überlebt eine Überdosis. Held Butch (Bruce Willis) überlebt die Folterkammer und bekommt sein Leben von Boss Marsellus „zurück“ und startet ein neues Leben mit seiner französischen Freundin. 

Wer hätte das gedacht!

American Beauty: Am Ende des Films wird Lester von seinem Nachbarn umgelegt. Und trotzdem spricht er aus dem Jenseits zu uns, und erklärt uns wie es ist, zu sterben, und dass es eigentlich ganz super ist…

 Das Boot: Die Kameraden liegen auf dem Boden der Meerenge von Gibraltar, Sauerstoff ist so gut wie weg. Nur äußerste Disziplin und ein „Wunder“ der deutschen Kriegs-Technik rettet das U-Boot – scheinbar. Denn die Auferstehung ist keine.

Kaum ist das U-Boot entkommen und kommt „zu Hause“ an, wird es bombardiert, und fast alle Kameraden sterben. Die mächtige Rache aus der Anders-Welt war eben doch stärker als die eigenen Kräfte. 

(Die Moral von Das Boot aus Sicht der Heldenreise: Man hätte sich diese Rache lieber erst gar nicht einhandeln sollen, oder? Dann wären weniger Menschen den nutzlosen „Heldentod“ gestorben…)

Noch ein Heldentod findet sich Im Auftrag des Teufels: Keanu Reeves alias „Kevin“ jagt sich am Höhepunkt der Handlung eine Kugel in den Kopf und schüttelt somit seinen großen Schatten ab („Luzifer“ nämlich – alias „Daddy“ – alias „Al Pacino“).  

Was passiert hier? Keanu stirbt, und dann wacht er plötzlich auf — aus einem Alptraum. Er ist plötzlich wieder in der normalen Welt, in der Vergangenheit, so als hätte sein Ausflug in die Anders-Welt nie stattgefunden. Doch er hat stattgefunden!

Das Wissen, das Kevin aus dieser seltsamen Welt mitbringt, führt zu einem anderen, besseren weiteren Verlauf seines Lebens im Diesseits…

Im Auftrag des Teufels ist wirklich ein diabolisch guter Film! Falls Du ihn noch einmal anguckst, achte darauf, dass so gut wie alle Szenen im Morgenlicht spielen – achte auf die langen Schatten der Menschen und Hochhäuser. Denn Luzifer (der „Lichtbringer“) war (und ist) nichts anderes als der Morgenstern, der die morgendliche Sonne über den Horizont zieht…

Eine eher amüsante Version des Heldentods nebst Auferstehung findet man in 6 Tage, 7 Nächte mit Harrison Form und Anne Heche. Ausgerechnet im Moment der eigenen Beerdigung tauchen die beiden Protagonisten mit dem Flugzeug quasi aus dem Nichts wieder auf und legen eine erfolgreiche Notwasserung hin. Das nenne ich Auferstehung!

Die abgespeckte Variante der Wiederauferstehung findet man dort, wo der Held nicht wirklich stirbt (nicht mal symbolisch), sondern einfach nur in letzter Sekunde gerettet wird. 

Zum Beispiel in Jurassic Park. Dort sind die Kinder am Ende umzingelt, und die Raptore wollen schon zubeißen, da kommt unser Freund der T-Rex und frisst den Raptor. Uff! 

So etwas passiert häufig in „blöden Filmen“: eine überraschende Rettung in letzter Sekunde, die man als erfahrender Kinogänger längst kommen sieht…

Solche Rettungen sind keine Opfer, und haben natürlich auch nicht die Kraft eines Opfers, und sie sind ein bisschen unbefriedigend für den Zuschauer.  

Und ein Held wurde durch eine Rettung in letzter Sekunde auch nicht erschaffen – nur ein „Glückspilz“ mit sagenhaft Schwein…

Ein lupenreine Auferstehung hingegen ist das letzte und gefährlichste Zusammentreffen mit dem Tod. Der Tod hat dann etwas Reinigendes, fast schon Versöhnliches.

Apropos Tod.

Die Nahtod-Forschung sollte hier unbedingt erwähnt werden. Ein gewisser Pim van Lommel hat in seinem sehr sachlichen Buch „Endloses Bewusstsein“ eine Liste von 12 Schritten (!) vorgestellt, die man bei einer Nahtod-Erfahrung durchläuft.

Ein frisch Gestorbener, der wieder zum Leben erweckt wird (durch Wiederbelebung in der Klinik) durchlebt innerhalb von Minuten eine Reihe von subjektiv sehr langen, außerkörperlichen Erlebnissen, an dessen Ende er wieder in seinen Körper zurückkehrt.

Es kann kein Zufall sein, dass selbst der Akt der Auferstehung (und bei einer Nahtoderfahrung handelt es sich genau um eine solche) eine kleine Heldenreise für sich ist, oder?

Der 11. Schritt gemäß van Lommel beinhaltet übrigens: „Die Wahrnehmung einer Grenze. Man erkennt, dass nach Überschreiten dieser Grenze keine Rückkehr in den eigenen Körper mehr möglich ist.“

Schritt 12 dann: „Die bewusste Rückkehr in den Körper. Tiefe Enttäuschung darüber, dass einem so etwas Herrliches genommen wurde.“

Aha! Der Sterbende gewinnt also Bewusstsein darüber, dass es nach dem Tod weitergeht…

Der zurückkehrende Tote kennt nun beide Welten – das Diesseits und das Jenseits. Genauso wie der Held im 12. Schritt die normale und auch die Anders-Welt kennt – und sie als Teile einer noch größeren Welt erkennt…

PS: Wenn Du wissen willst, ob es bei einer Nachtod-Erfahrung auch Schwellenhüter und innere Kerne gibt, dann lies Pims Buch

 

Launch in letzter Sekunde

Der einzige Grund, warum ich erst in der letzten Oktober-Minute meine Videos veröffentlichte, war der dass ich zwei Wochen vorher ein paar Tage damit beschäftigt war, meine Subliminals-Webseite zu löschen und komplett neu zu texten, und erneut mit Google zu verhandeln. 

Erst nachdem Google mein Konto dann überraschend reaktivierte, konnte ich mich wieder voll auf den Goldrausch einlassen. Und zwar mit viel neuem Schwung! 

Ich sah wieder Land. Die Werbeausgaben stiegen in einer Sekunde von Null auf Hundert, und es kam wieder Geld rein in die Kasse. Hurra! 

Ich lebte.

Der Eingang zum Paradies war auch diesmal wieder in der Hölle versteckt gewesen…

 

Die 10 Gebote

Wenn es die 10 Gebote für die Welt des Web-Business gäbe, dies wären die ersten beiden Gebote:

  1. Du sollst keinen Gott haben neben Google.
  2. Lieber ein aktives Google Adwords Konto und keine Webseiten mehr, als hundert erfolgreiche Webseiten, aber ein gesperrtes Adwords-Konto.

 

Nachdem ich das 2. Gebot endlich befolgt hatte, änderte sich die Lage dramatisch.

So konnte ich wenigstens meine anderen Webseiten bewerben, und das tat ich sofort, und massiv. Und ich sicherte mich bei Google ab, dass diese anderen Seiten keinen Ärger machen würden. 

(Hinweis: Bis heute gab es keine Klagen mehr von Google, toi toi toi.)

Als Ergebnis der Reaktivierung meines Werbe-Kontos „hoben“ meine anderen Webseiten endlich „ab“ (Neurostreams, Vokabeltrainer), und entwickelten sich innerhalb weniger Wochen zu kleinen goldenen Küken – immerhin.

Offenbar hatte ich mich zu lange und zu einseitig auf die Subliminals-Seite gestützt. Ein grober Fehler.

Kollege, Du kannst dir nicht vorstellen, wie schwer mir dieser Schritt gefallen war.

Es war wie Selbstmord. Es war  das größte mögliche Opfer für einen Unternehmer.

„Töte, was dir am meisten Geld einbringt.“

Wie Abraham seinen Sohn, so opferte ich meine Webseite, um Gott zu besänftigen. Und MEIN GOTT sagte nicht in letzter Sekunde: „Hey, vergiss es, es war nur ein Test.“

Mein Gott sah zu, und vergab mir erst NACH dem Opfer.

Das Opfer funktionierte. Hätte es nicht funktioniert… tja, du würdest heute diese Zeilen nicht lesen… denn mein Leben wäre anders verlaufen.

Opfer sind Teil aller Kulturen der Welt. Opfer sind nicht nur Aberglaube: Es sind (zugegebenermaßen sehr schmerzhafte) Werkzeuge, um das eigene Schicksal zu beeinflussen. Und sie funktionieren auch sehr oft.

Ein Opfer ist wie eine freiwillige Bluttransfusion an das Schicksal. Und weil das Schicksal ein Blutsauger ist, wird es für eine Weile durch dein Opfer gnädig gestimmt.

Das Tolle daran: Dein Blut wächst ja wieder nach. Langsam zwar, aber unterm Strich reichlich. 

Man kann also sein Schicksal durch Opfer öfter beeinflussen, als man zu glauben wagt.

Nur deswegen hat der Opferkult seit Jahrtausenden Bestand bei uns Erdenmenschen – weil er erstaunlich oft gute Ergebnisse bringt, weil er sich auszahlt. 

Das Verrückte an krassen Opfern ist, dass sie im Rückblick betrachtet oft eine Win-Win-Situation darstellen. 

Und auch: dass wir Menschen statt freiwillig zu opfern erst mal eine Weile lang alles tun, um bloß nicht opfern zu müssen.

 

Du liest es bestimmt nicht zum ersten mal:

Wovor wir am meisten Angst haben ist das, was wir am dringendsten brauchen (also tun müssen). 

Schweißtreibende atemstockende Angst vor etwas (und heftiger Widerstand gegen etwas) ist ein Hinweis auf einen Knoten im Hirn, der dringend gelöst werden muss.

In der Mythologie der Heldenreise ist es natürlich die Angst vor dem Tod, die aufgelöst werden muss. Erst wenn der Held stirbt, erlangt er das ewige Leben.

Ein gewisser Richard Bach sagte:

„Was für eine Raupe das Ende der Welt, nennt der Meister einen Schmetterling.“ 

Und ein gewisser Rüdiger Dahlke schrieb in seinem faszinierenden Buch „Das senkrechte Weltbild: Symbolisches Denken in astrologischen Urprinzipien“:

„So wie das das durch ihn in die Welt gebrachte Prinzips des Abstiegs vor dem Aufstieg Voraussetzung für den Entwicklungsweg der Seelen ist, so ist auch der Tod Voraussetzung für die Wiedergeburt zum neuen und letztlich ewigen Leben.“ 

 

 

Launch

Natürlich willst Du wissen, was das für ein Gefühl ist, wenn man einen großen „Launch“ macht!

Wie fühlt man sich denn, wenn man monatelang ein Projekt erfindet, plant, durchführt und veröffentlicht?

Antwort: Man fühlt gar nicht so viel. Es gibt keinen Trommelwirbel. 

Man schreibt in meinem Fall eine kleine, vorsichtige E-Mail an 50 Leute (die Frühbucher) und man zögert ein paar Minuten vor dem Abschicken. Das ist alles.

Wenn die E-Mail verschickt ist, dann wartet man sehnsüchtig auf die ersten Reaktionen. Die können teilweise Stunden auf sich warten lassen… Tage, Wochen manchmal.

Es ist wirklich kein Feuerwerk der Freude, das beim Launch zündet, sondern eher ein Nieselregen der vielleicht irgendwann anfängt vom Himmel zu fallen, und dann mit etwas Glück stärker wird, und hoffentlich irgendwann so stark, dass man splitternackt auf platschnassen Strasse rennt und tanzt, weil es in Strömen gießt.

Aber bis dahin würden noch weitere Wochen vergehen..

Zunächst stand ich ja vor einem weiteren unerwarteten Problem!

Der Preis !!!!! !! !!!!!!!! !

Was würde ich als Preis für meine Videoserie festsetzen?

Man kann ja alles festsetzen was man will. Ob 1 Euro, oder 1000 Euro, Käufer gibt es immer.

Was also tun?

Die ersten 4 Videos waren ja gratis, aber was ist mit den restlichen Videos?

Ich setzte also erstmal einen „Kauf mich“-Knopf auf die Webseite und wartete gespannt, ob jemand kauft. Ich schrieb nicht mal einen Verkaufstext dazu.

Nur eine Autoresponder-E-Mail an 50 Leute: „Wenn du die anderen Videos sehen willst, klick hier.“ 

Preis: 39 Euro.

Dafür gab es dann ein „Video-Visum“:

 

videovisum

 

Sechs Leute kauften sofort, zwei kauften später. 42 taten nichts.

Das war eher mittelprächtig. 

Verdammte Scheiße.

Ich kam ernsthaft ins Grübeln.

 

Würde ich tatsächlich so lange an diesem Projekt arbeiten und am Ende habe ich nur 100 Zuschauer, weltweit, maximal?

 

Oder noch viel schlimmer: Würde ich so lange an diesem Ding gearbeitet haben, dafür insgesamt um die 10.000 Euro ausgeben, und die ganze Serie an alle Leute weltweit KOSTENLOS hergeben?

 

Tim

 

PS: Was wurde eigentlich aus dem Silent-Subliminals-Projekt?  

Antwort: Ich nahm die Reste dieser toten Subliminals-Webseite und baute auf einer anderen Domain eine völlig neue damit… 

…und ich baute tausend Disclaimer mit ein, und seitenweise „Risiken und Nebenwirkungen“, und Warnungen, und Hinweise darauf, dass das Produkt eventuell gar nicht funktioniert – und natürlich würde ich diese neue Subliminals-Seite auch niemals mit Google bewerben…

So hatte ich also die Goldene Gans geopfert, aber ein paar Federn hatte ich gerettet. Diese Federn bringen mir heute immer noch ein bisschen Geld ein. 

Schmerzensgeld. 

 

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